// didaktik

Methoden-Finder

Nach Phase, Setting und Gruppengröße filtern, passende Methoden in einen Seminar-Ablauf zusammenstellen und als druckbare Methodenkarten ausgeben.

Phase

Setting

Gruppengröße

// seminar-ablauf

0 Methoden · ~0 min

Noch leer. Füge unten Methoden mit »+ zum Ablauf« hinzu, um eine Seminardramaturgie zusammenzustellen.

// treffer (16)

Think-Pair-Share

~10 min

Alle aktivieren, Vorwissen sichern

Erst allein nachdenken, dann zu zweit austauschen, dann im Plenum teilen.

Erarbeitung · Aktivierung

Murmelgruppe

~5 min

Schnelle Aktivierung ohne großen Aufwand

Sitznachbarn tauschen sich 2–3 Minuten zu einer Leitfrage aus.

Aktivierung · Erarbeitung

Placemat

~20 min

Einzel- und Gruppenergebnis verbinden

Jede/r schreibt im Außenfeld, die Gruppe verdichtet in der Mitte.

Erarbeitung · Sicherung

Gruppenpuzzle (Jigsaw)

~40 min

Arbeitsteilig Stoff erschließen, gegenseitig lehren

Expertengruppen erarbeiten Teilthemen und vermitteln sie in gemischten Stammgruppen.

Erarbeitung

Kugellager

~15 min

Viele kurze Austauschrunden

Innen- und Außenkreis tauschen sich aus, der Außenkreis rotiert nach jeder Runde.

Aktivierung · Sicherung

World Café

~45 min

Viele Perspektiven zu mehreren Fragen sammeln

An Thementischen wird diskutiert und notiert; Teilnehmende wechseln, Gastgeber bleiben.

Erarbeitung

Brainstorming

~10 min

Schnell viele Ideen ohne Bewertung sammeln

Zuruf oder Kartenabfrage, erst sammeln, dann clustern und bewerten.

Einstieg · Erarbeitung

Mindmap

~15 min

Wissen strukturieren und sichern

Zentralbegriff in die Mitte, Äste und Unteräste gemeinsam ergänzen.

Einstieg · Sicherung

Fishbowl

~30 min

Diskussion in großer Gruppe fokussieren

Innenkreis diskutiert, ein freier Stuhl lädt Zuhörende zum Einstieg ein.

Erarbeitung · Feedback

Stationenlernen

~45 min

Selbstgesteuert in eigenem Tempo lernen

Mehrere Stationen mit Aufgaben werden mit Laufzettel im eigenen Tempo bearbeitet.

Erarbeitung

Blitzlicht

~10 min

Schnelle Stimmungs-/Meinungsrunde

Reihum ein Satz pro Person, ohne Diskussion oder Kommentar.

Feedback · Sicherung

Zielscheiben-Feedback

~10 min

Mehrere Aspekte visuell bewerten

Auf eine in Segmente geteilte Zielscheibe wird je Aspekt ein Punkt gesetzt (innen = gut).

Feedback

Fünf-Finger-Feedback

~8 min

Strukturiertes Kurzfeedback

Jeder Finger steht für eine Frage (z. B. Daumen = gut, kleiner Finger = zu kurz gekommen).

Feedback

Aufstellung / Soziometrie

~8 min

Gruppe in Bewegung, Meinungsbild sichtbar machen

Teilnehmende positionieren sich im Raum entlang einer Skala oder nach Kriterien.

Einstieg · Aktivierung

Speed-Kennenlernen

~15 min

Schnell ins Gespräch kommen, Kennenlernen

Kurze Partnergespräche zu Leitfragen mit häufigem Wechsel.

Einstieg

Ein-Punkt-Abfrage

~5 min

Schnelles Stimmungs-/Wissensbild

Auf einer Skala oder Matrix setzt jede Person einen Klebepunkt.

Feedback · Einstieg

// ratgeber

Die Methode dient dem Phasenziel — nicht sich selbst

Jede Phase eines Seminars hat ein didaktisches Ziel, und die Methode ist nur das Werkzeug, das dieses Ziel erreicht. Im Einstieg geht es um Aktivierung und das Sichtbarmachen von Vorwissen, in der Erarbeitung um arbeitsteilige Vertiefung, in der Sicherung um Verdichtung und im Feedback um strukturierte Rückmeldung. Wer eine Methode wählt, weil sie modern wirkt, statt weil sie zum Ziel passt, produziert Beschäftigung ohne Lernzuwachs.

Aktivierung ist dabei der rote Faden: Menschen behalten, was sie selbst verarbeiten. Schon kurze Formate wie Murmelgruppe oder Think-Pair-Share holen alle aus der passiven Zuhörerrolle, ohne viel Zeit zu kosten. Die Faustregel lautet, nach spätestens 15 bis 20 Minuten Input einen Aktivierungspunkt zu setzen — die Ablaufliste oben macht solche Lücken im Tagesplan sichtbar.

Online und in Präsenz funktionieren Methoden unterschiedlich. Präsenzformate leben oft von Bewegung im Raum, Aufstellungen oder dem schnellen Blickkontakt — online braucht es dafür Breakout-Räume, ein gemeinsames Whiteboard und klar getaktete Zeitfenster, weil Übergänge träger sind. Das Setting-Feld markiert, welche Methode sich gut überträgt; reine Präsenzmethoden mit physischer Interaktion lässt du online besser durch ein digitales Pendant ersetzen.

Plane lieber wenige Methoden bewusst als möglichst viele. Drei bis fünf gut gesetzte Methoden über einen Seminartag tragen weiter als ein Methodenfeuerwerk, das die Gruppe erschöpft. Stell deinen Ablauf hier zusammen, prüfe die Gesamtzeit und nimm die gedruckten Karten als Spickzettel auf den Moderationstisch.

// faq

Wie viele Methoden gehören in ein Seminar?
Weniger als man denkt. Drei bis fünf bewusst gewählte Methoden tragen einen Seminartag besser als ein Dauerfeuer aus Formaten. Die Ablaufliste hilft, die Gesamtzeit im Blick zu behalten, statt zu überladen.
Wofür ist die Ablaufliste gut?
Du stellst aus den Treffern eine Dramaturgie zusammen — Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Feedback. Die Summe der geschätzten Minuten zeigt sofort, ob dein Block realistisch getaktet ist.
Was bringen die druckbaren Karten?
Eine Karte je Methode mit Ziel, Ablauf und Dauer — als Spickzettel auf dem Moderationstisch. Kein Blick mehr in Folien oder Laptop mitten in der Übung.
Funktionieren die Methoden auch online?
Viele schon — das Setting-Feld markiert sie. Online brauchst du meist Breakout-Räume und ein gemeinsames Whiteboard; reine Präsenzmethoden mit Bewegung im Raum lassen sich nur bedingt übertragen.
Sind die Minutenangaben verbindlich?
Nein, sie sind Richtwerte für mittlere Gruppen. Mit großer Gruppe oder ausführlicher Auswertung dauert fast jede Methode länger — plane Puffer ein.

// verwandte tools

Kuratierte Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.